Wenn in Schupfart alles ein bisschen anders ist...
...als an den anderen 362 Tagen des Jahres, dann ist in Schupfart Festivalzeit. Über 10'000 Musikfans aus der ganzen Schweiz und dem grenznahen Ausland strömten auf das Festivalgelände auf dem Flugplatzareal Schupfart. Manch einer der Besucher war froh, dass es sich beim Schupfart Festival nicht um eine Open Air – Veranstaltung handelt, liessen doch die nasskalten Temperaturen die Besucher gerne in die grosszügige Schupfarter Festhalle einkehren. Was ihnen dort geboten wurde, war äusserst vielseitig wie es in Schupfart eben Tradition ist: Rockmusik am Freitagabend, Country am Samstag und volkstümlicher Schlager am Sonntag boten für fast jeden Musikfan das Passende. Ein vielfältiges Verpflegungsangebot und ein breites Spektrum von Musik- und Textilverkaufsständen trugen das ihre zu einem gemütlichen Ambiente bei.
Freitag, 24.09.
Kurz nach 19.30 Uhr betraten The BossHoss die Schupfarter Festivalbühne und sorgten mit ihrem explosiven Mix aus Country und Rock bereits für einen ersten Höhepunkt. Das Publikum liess sich von den treibenden Songs der Senkrechtstarter aus Berlin mitreissen. Danach betrat mit Stress einer der erfolgreichsten Schweizer Künstler der Gegenwart die Schweizer Bühne. Beeindruckend die Bühnenpräsenz von Stress, die Wucht und Präzision mit welcher er seine Hits darbot. Sei es C’est réel – on a qu’une terre oder Libére. Stress und Schupfart – das passte. Nach einer kurzen Umbauphase gingen dann in der Halle die Lichter kurz nach 23 Uhr aus und die Hardrock-Heroen der Schweizer Musikszene namens Storace, Von Rohr, Von Arb, Kohler und Steady rockten aus einem Guss. Hits wie Tokyo Nights oder Long Stick Goes Boom trieben Band und Publikum zu Hoechstleistungen und man merkte Fans wie Band an, dass sie mit viel Spass bei der Sache waren. Kurz vor 1 Uhr morgens, die letzten Akkorde waren eben erst verklungen, begannen die Aufräumarbeiten in der Halle, fleissige Helferhände bereiteten das Festareal für den Samstag vor. Die Besucher ihrerseits machten sich auf den Heimweg oder für einen Schlummertrunk Richtung Bar.
Samstag, 25.09.
Wenn der Wilde Westen gleich oberhalb von Schupfart anfängt, dann ist es Zeit für das Schupfarter Country-Festival. Punkt 16 Uhr öffneten die Tore und für die nächsten paar Stunden regierten in Schupfart die Cowgirls und –boys. Über 8 Stunden wurde auf der Bühne der zur angeblich gleichermassen romantischen wie rauen Westernwelt passende Soundtrack geboten. Truck Stop, The Lennerockers, die Gasoliner Country Band, die Country Sisters und US-Star Mark Chesnutt begeisterten mit ihrer Musik und zeigten die ganze Bandbreite der Country-Musik auf. Es wurde getanzt, mitgesungen und gefeiert. Pure Lebensfreude, glückliche Musiker und Besucher – bis fast um 2 Uhr in der Früh dauerte der musikalische Ausflug in den Wilden Westen.
Und wieder hiess es danach für die Helfer des Velo-Moto-Clubs (VMC) das Festareal für den letzten Festivaltag auf Vordermann zu bringen, die Spuren der Country-Party wurden beseitigt, damit am Sonntagmorgen pünktlich kurz vor 11 Uhr die Türen für die grosse Schlagerparty geöffnet werden konnten.
Sonntag, 26.09.
Es war kurz nach acht Uhr morgens, als sich die ersten Fans vor dem Festivaleingang besammelten und bis zur Türöffnung um halb 11 Uhr wuchs die Menge der Wartenden auf eine über 200 Meter lange Schlange an. Die Schupfarter Schlagerparty war seit mehreren Wochen ausverkauft und so fanden sich über 3000 Fans in der Schupfarter Festhalle ein. Geboten wurde ihnen so in etwa das Beste, was es in dieser Musiksparte momentan gibt. Eröffnet wurde der 7 Stunden-Event durch die jungen Zillertaler, welche sich als perfekter Opener erwiesen, das Publikum ging begeistert mit und so manchen hielt es nicht mehr auf den Sitzplätzen. Schlag auf Schlag(er) ging es weiter mit Andy Borg, Oesch’s den Dritten und Marc Pircher. Wohin man auch schaute in der sehr gut gefüllten Festhalle, es waren lauter fröhliche Gesichter, die einem entgegenblickten. Ein Nachmittag mit guter Musik, der ebensolche Laune machte. Den perfekten Abschluss des diesjährigen Schupfart Festivals bildete dann der Auftritt von DJ Oetzi, welcher den Anton aus Tirol, den Stern und viele weitere Hits mit im Gepäck hatte und somit das Publikum nochmals zu Höchstleistungen anspornen konnte.
Sonntagabend, kurz nach 18.30 Uhr: die Besucher verlassen das Festivalgelände und für die Helfer des VMC beginnen weitere 48 intensive Stunden. Bis am Dienstagabend wird die ganze Festivalinfrastruktur auf- und weggeräumt sein und optisch wird nichts mehr an das diesjährige Schupfart Festival erinnern. In den Köpfen und Herzen der Besucher und der Helfer wird die gelungene Ausgabe 2010 aber noch lange weiter klingen.
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